Grüne Bohnensuppe nach alter Berliner Art (ca. 1880)

Portionen: 4 Gesamtzeit: 1 hr 5 Min. Schwierigkeit: Anfänger community recipe icon Community historical-recipes-scroll-icon Historisch grandma-cartoon-avatar-elderly-woman-illustration Omas Rezept
Ein herzhafter Klassiker der Berliner Hausmannskost: Originalgetreu nach einer Quelle von 1880 mit geräuchertem Speck und frischem Bohnenkraut.

Die Grüne Bohnensuppe: Ein Stück Berliner Geschichte

Die Grüne Bohnensuppe ist ein echter Klassiker der deutschen Küche. Sie weckt Erinnerungen an früher und steht für ehrliche Hausmannskost. In meinem Archiv habe ich ein besonderes Originalrezept aus dem Jahr 1880 gefunden. Dieses Rezept zeigt uns, wie man schon vor über 140 Jahren mit einfachen Zutaten ein fantastisches Aroma erzeugt hat. Es ist ein wunderbares Beispiel für die traditionelle Berliner Küche.

Das Geheimnis der richtigen Brühe

Was macht diese Grüne Bohnensuppe so besonders? Es ist die Art der Zubereitung. In der modernen Küche wird Speck oft nur schnell in Würfeln angebraten. Doch nach der alten Methode von 1880 kochen wir den Bauchspeck im Ganzen aus. Das kalte Wasser nimmt beim Erhitzen das volle Raucharoma auf. So entsteht eine kräftige Basis, während das Fleisch saftig bleibt. Diese handwerkliche Technik braucht etwas Zeit, belohnt uns aber mit einer Tiefe im Geschmack, die man heute kaum noch findet.

Frische Zutaten und gesundes Handwerk

Natürlich spielen die grünen Bohnen die Hauptrolle. Zusammen mit Kartoffeln und Möhren entsteht eine Sättigung, die Körper und Seele wärmt. Ein unverzichtbarer Begleiter ist das Bohnenkraut. Es gibt der Suppe nicht nur ihre typische Würze, sondern macht sie auch sehr bekömmlich.

Besonders spannend: Diese traditionelle Grüne Bohnensuppe ist von Natur aus glutenfrei und laktosefrei. Ganz ohne industrielle Hilfsmittel oder Ersatzprodukte passt sie perfekt in unsere heutige Zeit. Sie beweist uns, dass gute Qualität keine komplizierten Zutaten braucht.

Ob als wärmendes Mittagessen oder als herzhaftes Abendbrot – dieser Eintopf bringt echte Tradition auf den Tisch. Koche dieses Stück Geschichte nach und genieße eine Grüne Bohnensuppe, wie sie schon unsere Vorfahren geschätzt haben.

Grüne Bohnensuppe nach alter Berliner Art (ca. 1880)

Vorbereitungszeit 20 mins Zubereitungszeit 45 mins Gesamtzeit 1 hr 5 Min. Schwierigkeit: Anfänger Portionen: 4 Beste Saison: Herbst, Winter Dietary:

Beschreibung

Diese klassische Grüne Bohnensuppe schmeckt wie früher bei Oma. Das Geheimnis dieses historischen Rezepts ist der geräucherte Bauchspeck, der im Ganzen ausgekocht wird und der Suppe ein besonders tiefes Aroma verleiht. Zusammen mit frischen Bohnen, Kartoffeln und feinem Bohnenkraut entsteht eine ehrliche und sättigende Grüne Bohnensuppe, die perfekt in die gemütliche Jahreszeit passt. Einfach in der Zubereitung und unverkennbar im Geschmack.

Zutaten

Einlage

Gewürze

Anleitung

Die kräftige Basis (Der ganze Speck)

  1. Speckbrühe ansetzen

    Zuerst wird das Fundament für den Geschmack gelegt. Den Bauchspeck im Ganzen in einen großen Topf geben und mit etwa 1,5 Litern kaltem Wasser aufgießen. Das kalte Wasser sorgt dafür, dass das Fleisch langsam Temperatur annimmt und das maximale Raucharoma an die Brühe abgibt. Das Wasser zum Kochen bringen und die Hitze sofort auf ein sanftes Simmern reduzieren. Den Speck ca. 20 bis 30 Minuten ziehen lassen, bis sich eine kräftige, natürliche Fleischbrühe gebildet hat.

Handarbeit: Das Gemüse vorbereiten

  1. Bohnen vorbereiten und brechen

    Während der Speck seine Kraft an das Wasser abgibt, werden die grünen Bohnen gewaschen und die Enden abgeknipst. Die Bohnen in ca. 3 cm lange, mundgerechte Stücke schneiden oder brechen. Das Brechen der Bohnen sorgt für leicht aufgerissene Fasern, wodurch die Suppe das Aroma der Bohnen später noch besser aufnehmen kann.

Die restliche Einlage & das Aroma-Duo

  1. Gemüse gleichmäßig würfeln

    Die Kartoffeln und Möhren in etwa gleich große Würfel von ca. 1 bis 2 cm schneiden. Die Gleichmäßigkeit ist entscheidend, damit alles zur selben Zeit gar wird. Die Zwiebel fein würfeln, damit sie später in der Suppe fast schmilzt und für eine subtile Süße sorgt. Die Petersilie fein hacken und für das Finale bereitstellen.

Alles vereinen & Die Zeit des Garens

  1. Speck verfeinern und Eintopf garen

    Den gegarten Speck vorsichtig mit einer Schaumkelle aus dem Topf nehmen und in gleichmäßige Scheiben oder Würfel schneiden. Das Fleisch zusammen mit den Bohnen, Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln zurück in die kochende Brühe geben. Nun das Bohnenkraut hinzufügen – es macht die Bohnen bekömmlicher und gibt der Suppe ihre charakteristische, würzige Note. Alles zusammen bei geschlossenem Deckel ca. 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind und ihre Stärke leicht an die Brühe abgegeben haben.

Das finale Abschmecken & Servieren

  1. Abschmecken und mit Petersilie verfeinern

    Zum Schluss wird die Suppe vollendet. Da der Speck beim Auskochen bereits Salz abgegeben hat, wird das Salz erst jetzt vorsichtig nach Bedarf hinzugefügt. Den schwarzen Pfeffer unterrühren. Den Topf von der Kochstelle nehmen und die frisch gehackte Petersilie unterheben. Die Resthitze genügt, um das volle Aroma der Petersilie zu entfalten, ohne die Farbe zu verlieren. Die Suppe heiß in tiefen Tellern servieren.

Anmerkung

  • Wahl des Specks: Achte darauf, hochwertigen, geräucherten Bauchspeck zu verwenden. Da wir den Speck im Ganzen auskochen, bestimmt seine Qualität maßgeblich das Aroma der gesamten Brühe. Ein kräftig geräuchertes Stück vom Fleischer deines Vertrauens ist hier die beste Wahl.
  • Das Bohnenkraut: Verzichte nicht auf das Bohnenkraut! Es ist der geschmackliche „Anker“ für jede Grüne Bohnensuppe. Falls du kein frisches Bohnenkraut bekommst, ist getrocknetes Kraut ein vollwertiger Ersatz.
  • Konsistenz der Suppe: Wenn du die Suppe etwas sämiger magst, kannst du am Ende der Kochzeit ein paar der weich gekochten Kartoffelwürfel mit einer Gabel am Topfrand zerdrücken. Die austretende Stärke bindet die Suppe ganz natürlich, ohne dass du Mehl (Gluten) hinzufügen musst.
  • Vorbereitung am Vortag: Wie fast jeder Eintopf schmeckt auch diese Grüne Bohnensuppe am nächsten Tag fast noch besser. Durch das Abkühlen und erneute Erhitzen verbinden sich die Aromen vom Speck und den Bohnen noch intensiver.
  • Lagerung: Die Suppe lässt sich problemlos für 2–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Achte nur darauf, die frische Petersilie erst beim finalen Aufwärmen dazuzugeben, damit sie ihr leuchtendes Grün und ihr feines Aroma behält.

Schlagwörter: Berliner Küche, Rezept 1880, Hausmannskost, Eintopf, Grüne Bohnen, Bauchspeck, Klassische Suppe, Herzhaft kochen, Traditionelles Rezept
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